Grillen auf dem Balkon

Ein mitvermieteter Balkon steht dem Mieter zur freien Verfügung, solange nicht Rechte von Mitmietern oder des Vermieters beeinträchtigt werden.

Daher Vorsicht: Ob das Grillen auf dem Balkon zulässig ist, ist umstritten. Einerseits wird vertreten, dass Mieter in Mehrfamilienhäusern in der Zeit von April bis September einmal monatlich auf Balkon oder Terrasse grillen dürfen, wenn sie die übrigen Mieter im Haus, 48 Stunden vorher darüber informiert haben. Andererseits wird sogar vertreten, dass eine fristlose Kündigung des Mietvertrages gerechtfertigt sein kann, wenn der Mieter nachhaltig trotz entsprechender Abmahnungen gegen die Hausordnung, auf dem Balkon grillt, Mitmieter stört und fremde Personen auf dem Hof des Mietobjektes parken lässt.Das LG Essen hat in einer Entscheidung aus 2002 ( LG Essen ZMR 2002, 597) hat es dabei als gleichgültig angesehen, ob ein Holzkohlegrill oder ein Elektrogrill benutzt wird.

Zudem ist zu beachten, dass ein Verstoß gegen Vorschriften des Immissionsschutzes vorliegen kann. Denn dann, wenn der beim Grillen im Freien entstehende Qualm in die Wohn- und Schlafräume unbeteiligter Nachbarn in konzentrierter Weise eindringt, stellt dies eine erhebliche Belästigung der Nachbarn durch verbotenes Verbrennen von Gegenständen iS § 7 I 1 NRWImSchG dar.

Zusammengefasst spricht all dies dafür, dass ein Grillen auf dem Balkon nur dann erfolgen sollte, wenn alle potentiell Gestörten einverstanden sind.

Was WM-Fans als Mieter jetzt wissen müssen!

Die Fußball WM in Russland steht vor der Türe und die Fans stehen in den Startlöchern: Die Fußballdeko wird bereitgelegt und wartet auf den Einsatz in Heim und Wohnung. Doch worauf sollten Mieter achten?

Fahnen und Poster dürfen Mieter ins Fenster hängen, es sei denn die Inhalte sind verletzend oder verhetzend. Gleiches gilt für den Balkon der Mietwohnung.

Anders sieht es mit Fahnenhalterungen aus, wenn in die Bausubstanz des Hauses eingegriffen wird:

Im Zweifelsfall den Vermieter fragen!

Wenn der Vermieter sein OK gibt, sollten Mieter dafür sorgen, dass keine Passanten verletzt oder Autos beschädigt werden können. (Stichwort: Verkehrssicherungspflicht)

Nachtruhe beachten!

Auch, wenn es schwerfällt: Mieter müssen sich ab 22 Uhr an die Nachtruhe halten und Rücksicht auf die Nachbarn nehmen. Alternativ sollte die Feier auf ein Public-Viewing-Event oder in eine Gaststätte verlegt werden.

Wartung, Handwerker etc.

Als Mieter sollte man regelmäßig für Wartungsarbeiten und Reparaturen Handwerker in die Wohnung lassen. Verschläft ein Mieter mehrere Termine, kann er dafür zur Kasse gebeten werden. In einem Fall hat der Vermieter nach mehrmaligen Scheitern des Termines die Fahrkosten des Handwerkers dem Mieter in Rechnung gestellt, da dieser einfach nicht anwesend war.

Bundesarbeitstagung in Fulda

Zwischen dem 24. -26. Mai 2018 fand die Bundesarbeitstagung des DMB, sowie die Hauptversammlung der DMB Rechtsschutz AG, in Fulda statt.

Neben zahlreichen Fachbeiträgen und Arbeitskreisen stand die EU-Datenschutzgrundverordnung im Mittelpunkt. Der Vorstand des Mieterbund Rhein-Ruhr e.V. war mit Sonja Herzberg und Kerstin Hein vertreten.

Neue Bundesregierung muss jetzt Vollgas geben

Mieterbund fordert, Gesetzespaket zur Wohnraumoffensive schnellstmöglich auf den Weg bringen

(dmb) „Die neue Bundesregierung muss jetzt auf dem Gebiet der Wohnungs- und Mietenpolitik Vollgas geben. Das Gesetzespaket zur Wohnraumoffensive mit den Schwerpunkten Neubau von 1,5 Millionen Wohnungen und verschiedenen Mietrechtsverbesserungen ist schnellstmöglich auf den Weg zu bringen“, forderte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, nachdem die Bundesregierung heute ernannt und vereidigt wurde. „In Deutschland fehlen 1 Million Wohnungen und die Mieten, insbesondere in den Städten, sind für viele Menschen kaum noch bezahlbar. Die neue Bundesregierung muss die Wohnungs- und Mietenpolitik deshalb als zentrale Herausforderung und eine der wichtigsten sozialen Fragen in dieser Legislaturperiode begreifen. Sie muss in einem ersten Schritt die im Koalitionsvertrag ausdrücklich getroffenen Vereinbarungen umsetzen.“

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